Sovereignty Scan/Anbieter/The Trade Desk
Risiko-Indikator, kein DSGVO-Konformitätsurteil. Stichtag-basiert auf öffentlichen Web-Stack-Signalen.Methodik & GrenzenListing korrigieren / Stellungnahme einreichen
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Demand-Side Platform (DSP)

The Trade Desk : Datenschutz, & EU-Alternativen

The Trade Desk, Inc. (Ventura, CA) ist eine US-amerikanische DSP-Plattform. Nutzerdaten für programmatische Werbung werden in den USA verarbeitet; CLOUD Act gilt.

🇺🇸USAUS-Jurisdiktion

Zuletzt geprüft:

Ist The Trade Desk DSGVO-konform?

The Trade Desk unterliegt US-Recht (CLOUD Act / FISA 702). Ein DSGVO-konformer Einsatz ist nur mit AVV, SCCs und TIA möglich. Bei sensitiven Daten ist eine EU-Alternative die robustere Wahl.

Anbieter-Profil

Wer ist der Vertragspartner?

Jurisdiktion
USA
Hosting
USA (eigene Infrastruktur)
Eigentümer
The Trade Desk, Inc.🇺🇸

Souveränitäts-Stufe: Level 0 von 4

US-Anbieter, US-Server. Voller CLOUD-Act-Zugriff. Bei jedem Schrems-Urteil fällt das Tool um.

  1. Level0
  2. Level1
  3. Level2
  4. Level3
  5. Level4

Die fünf Stufen, von US-SaaS (Level 0) bis vollständig souverän (Level 4), erklären wir hier im Detail.

Vertrags- & Subprozessor-Kette

  1. 1.The Trade Desk, Inc. (US, Ventura CA)

Auch wenn der Hauptanbieter in der EU sitzt, kann ein US-Subprozessor in dieser Kette einen Drittlandtransfer auslösen. Das ist die Kern-Fallgrube nach .

Datenkategorien

Welche Daten verarbeitet The Trade Desk?

Im typischen Einsatz fallen die folgenden Datenkategorien an. Welche davon konkret bei Ihnen relevant sind, hängt vom Setup und Funktionsumfang ab.

  • Nutzerverhalten auf Ihrer Website (Klicks, Scrolls, Navigation)
  • IP-Adresse und Geräte-Fingerprint
  • Referrer-URL und UTM-Parameter
  • Conversions und Funnel-Daten

Betroffene Personen

Wer ist von der Verarbeitung betroffen?

Nach Art. 30 DSGVO müssen Sie die Kategorien betroffener Personen je Verarbeitung dokumentieren. Im typischen Einsatz fallen darunter:

  • Sämtliche Besucher:innen Ihrer Website
  • Auch nicht-eingeloggte und anonyme Nutzer:innen

Konkrete Auswirkungen

Was bedeutet das im Ernstfall?

Verhaltensdaten aller Website-Besucher:innen (auch Behördenkontakte, Journalist:innen, Whistleblower) sind in den USA gespeichert.

Hinweis: Das ist eine Risiko-Beschreibung, kein konkreter Vorfall. Ob in Ihrem Fall ein Zugriff erfolgt ist, hängt von vielen Faktoren ab. Was sich aber dokumentieren lässt: das Risiko muss in Ihrem TIA benannt und mit zusätzlichen Maßnahmen mitigiert werden.

meetergo-Empfehlung

US-DSP: Einwilligung und SCCs sicherstellen

The Trade Desk ist ein US-Anbieter; Nutzerdaten für programmatisches Targeting gelangen in den US-Rechtsraum. DSGVO-konformer Einsatz erfordert SCCs und explizite Einwilligung.

Migrations-Plan

So wechseln Sie weg von The Trade Desk

Die folgenden Schritte sind der typische Pfad für diese Tool-Kategorie. Reihenfolge und Zeitaufwand hängen vom konkreten Setup ab.

  1. 1

    Tag-Snippet auf der Website austauschen

  2. 2

    Goals und Conversions in der EU-Alternative neu definieren

  3. 3

    Bei Bedarf: historische Daten via API exportieren

  4. 4

    Parallel-Tracking 30 Tage zur Datenvalidierung

Wir helfen kostenlos beim Wechselplan: 30 Minuten mit einem Datenschutz-Spezialisten, in denen wir gemeinsam priorisieren und einen Migrations-Sprint definieren. Termin buchen

Häufige Fragen

The Trade Desk & Datenschutz: FAQ

Ist The Trade Desk DSGVO-konform?

The Trade Desk kann DSGVO-konform eingesetzt werden, wenn ein gültiger AVV vorliegt, Standardvertragsklauseln (SCCs) abgeschlossen sind und ein Transfer Impact Assessment (TIA) durchgeführt wurde. Der Anbieter sitzt jedoch in den USA (The Trade Desk, Inc.), sodass der CLOUD Act und FISA 702 anwendbar bleiben. Das gilt auch dann, wenn Daten in einem EU-Rechenzentrum liegen. Bei sensitiven Daten oder strenger Aufsicht (Behörden, Gesundheit, Konzerne) wird häufig auf einen EU-Anbieter umgestellt.

Wer ist der Vertragspartner bei The Trade Desk?

Die Vertrags-Kette umfasst: The Trade Desk, Inc. (US, Ventura CA). Maßgeblich für den Datenschutz ist die juristische Mutter. Auch wenn eine EU-Tochter den AVV unterschreibt, kann ein US-Subprozessor in der Kette zu Drittlandtransfer-Pflichten führen.

Welche EU-Alternativen gibt es zu The Trade Desk?

In der EU gibt es mehrere DSGVO-konforme Alternativen. Auf dieser Seite sind diese unter "EU-Alternativen" gelistet. Die Auswahl ist auf den Funktionsumfang von The Trade Desk (Demand-Side Platform (DSP)) abgestimmt. meetergo deckt den Kernworkflow ab und kann The Trade Desk in vielen Fällen vollständig ersetzen.

Wo werden The Trade Desk-Daten gespeichert?

Laut Anbieter-Angaben: USA (eigene Infrastruktur). Beachten Sie: auch ein EU-Rechenzentrum schützt nicht vor dem CLOUD Act, wenn die Mutter­gesellschaft in den USA sitzt. Das ist die Kernaussage der Schrems-II-Entscheidung.

Was bedeutet der CLOUD Act für The Trade Desk-Nutzer?

Der US CLOUD Act (Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act, 2018) erlaubt US-Behörden, Daten von US-Unternehmen anzufordern, unabhängig vom physischen Speicherort. Wenn The Trade Desk, Inc. dem CLOUD Act unterliegt, können US-Strafverfolger theoretisch auf in Frankfurt gespeicherte The Trade Desk-Daten zugreifen, ohne EU-Behörden einzubinden. Die EDPB-Empfehlungen 01/2020 verlangen daher zusätzliche Schutzmaßnahmen oder den Wechsel auf einen EU-Anbieter.

Brauche ich ein TIA für The Trade Desk?

Ja, in den meisten Fällen. Seit Schrems II (Juli 2020) ist ein Transfer Impact Assessment für US-Anbieter verpflichtend, wenn personenbezogene Daten übermittelt werden. Das TIA dokumentiert das US-Recht, Praxis-Risiken (NSA-Zugriffe, Subpoenas) und zusätzliche Maßnahmen (Verschlüsselung, Pseudonymisierung). Nur ein gültiges TIA macht den Einsatz von The Trade Desk rechtlich verteidigungsfähig.

Wie aufwändig ist ein Wechsel weg von The Trade Desk?

Der Wechselaufwand hängt vom konkreten Setup ab: typischerweise zwischen wenigen Werktagen (Buchung, Forms) und mehreren Wochen (CRM, Hosting). Die Roadmap unten zeigt die übliche Reihenfolge.

Nächster Schritt

Welche Tools laufen auf Ihrer Website?

60 Sekunden, kein Login: der Sovereignty Scan zeigt alle erkannten Anbieter mit Jurisdiktion, Risiko und passenden EU-Alternativen.

Hinweis

Hinweis

Risiko-Indikator, keine Rechtsberatung.

Der Sovereignty Scan wertet öffentlich erreichbare Signale aus (HTML der Startseite und Rechtsseiten, DNS-, MX-, SPF- und ASN-Daten) und vergleicht sie mit unserer Datenbank von ca. 3.000 Anbietern. Die Zuordnung von Tool zu Eigentümer und Jurisdiktion basiert auf öffentlichen Quellen (Impressum, Datenschutzerklärung, Wappalyzer, RIPE/ARIN-Registrierungen) und ist als Erstindikation zum Stichtag der Auswertung gedacht, nicht als rechtsverbindliche Bewertung.

Die Note A–E ist ein Risiko-Indikator, kein DSGVO-Konformitätsurteil. Für eine konkrete DSGVO-Bewertung, insbesondere für Auftragsverarbeitungsverträge (AVV/DPA), Standardvertragsklauseln (SCC) und Transfer Impact Assessments (TIA), wenden Sie sich bitte an Ihren Datenschutzbeauftragten oder eine externe Rechtsberatung. meetergo trifft keine Aussage darüber, ob ein konkreter Anbieter in einem konkreten Anwendungsfall DSGVO-konform eingesetzt werden kann.

Korrektur & Stellungnahme: Wenn Sie Domain-Inhaber, Datenschutzbeauftragter oder Pressestelle der bewerteten Domain sind und die hier gezeigten Signale nicht Ihrer aktuellen Tool-Konfiguration entsprechen, nehmen wir Korrekturen auf und passen die Anzeige nach Prüfung umgehend an.